EU-Zertifizierung 2009
Landau. (uh)Die Metzgerei Adolf Sperl erhielt als erste Metzgerei der Bergstadt die EU-Zulassung der Regierung von Niederbayern. Bürgermeister Josef Brunner gratulierte der Familie Sperl und meinte, dass die Zulassung ein Schritt in die richtige Richtung gewesen sei.
Tom Sperl konnte zur Übergabe der Zulassung auch Bürgermeister Josef Brunner sowie vom Landratsamt Dr. Isabel Fischer-Reska und Thomas Ruhstorfer begrüßen. Es freute ihn, dass die Metzgerei Adolf Sperl als erster und bisher einziger Handwerksbetrieb in Landau die EU-Zulassung für Zerlegung und Verarbeitung der Regierung von Niederbayern erhalten hat. Der Familienbetrieb wurde 1972 von Adolf und Waltraud Sperl gegründet. 1979 wurde der Neubau eröffnet und der Handwerksbetrieb mit Hilfe der beiden Söhne Manfred und Thomas ständig modernisiert. Den hohen Qualitätsstandart belegen zahlreiche DLG-Prämierungen und zusätzlichen Innerbetrieblichen Kontrollen.
Dem Antrag voraus gingen umfangreiche Bau- und Investitionsmaßnahmen. Der ganze Betrieb wurde in seinen Abläufen an den Vorgaben der EG-Verordnung weiter optimiert. Was für Familie Sperl schon immer selbstverständlich war, wurde nun in eine zulassungsfähige und in jedem einzelnen Punkt nachvollziehbare schriftliche Form gebracht und dokumentiert. Tom Sperl lobte dabei die tatkräftige Hilfe und Unterstützung durch Amtstierärztin Dr. Isabel Fischer-Reska Thomas Ruhstorfer von der Lebensmittelüberwachung. „Insgesamt sehen wir das Zulassungsverfahren als richtige Maßnahme für einen hochstehenden Qualitätsstandard zum Nutzen der Verbraucher an. Der Unterschied zu einer Zertifizierung liegt nach unserer Auffassung darin, dass bei einer Zertifizierung zum großen Teil selbst vorgegebene Sachverhalte und Verarbeitungsschritte in einer Selbstverpflichtung dokumentiert und dann nachvollzogen werden“, so Tom Sperl.
Thomas Ruhstorfer meinte, dass die Metzgerei Sperl der 44. Betrieb Niederbayerns ist, der die Zulassung erhalten habe. Die Dokumentation der Nahrungsmittel sei dabei sehr umfangreich, doch wurde diese bereits vor der Zulassung von der Familie Sperl vorbildlich erledigt. Etwas schmerzlich empfinde er aber die Tatsache, dass sich rund 25 Prozent der Selbstschlachter der Zulassung nicht unterziehen werden und dann ab 2010 den Schlachtbetrieb einstellen müssen. Das schmälere schon die Angebotsvielfalt.
Bürgermeister Josef Brunner gratulierte der Familie Sperl und meinte, dass die Zulassung eine Herausforderung gewesen sei, die der weiteren Entwicklung des Betriebs fördern werde. Mit der Zulassung schaffe der Betrieb Vertrauen bei seinen Kunden. Damit sei dies ein Schritt in die richtige Richtung gewesen.

BU: Tom, Waltraud und Adolf Sperl, Dr. Isabel Fischer-Reska, Bürgermeister Josef Brunner, Manfred Sperl und Thomas Ruhstorfer bei der Übergabe der EU-Zulassung. (Foto: Hofner)